Steinzeitargumente - MP Wüst will sich mit Impfpflicht "liebevoll" um die Nicht-Geimpften "kümmern" und damit ein Zeichen an die Geimpften senden

[Christoph Hueck:] Gestern Abend bei Anne Will sprach Hendrik Wüst, Ministerpräsident von NRW und Vorsitzender der MP-Konferenz von der Impfpflicht als einem "Zeichen an die Geimpften" [1].  

Anne Will: "Was ist Sinn und Zweck Ihrer Impfpflicht?"


Wüst: "Sinn und Zweck ist, dass wir den Menschen signalisieren können, die alles getan haben in den letzten zwei Jahren, die sich haben impfen lassen, die vorsichtig waren, die die Maske tragen: Jetzt sind die anderen dran, die sich bisher geweigert haben, damit wir alle wieder gemeinsam ein Stück Normalität kriegen." 

 

Will (etwas ungläubig): "Entschuldigung: Es ist ein Zeichen an die Geimpften?"

 

Wüst: „Ganz genau, das ist das Zeichen an die Geimpften, dass jetzt mal diejenigen dran sind, die sich bisher geweigert haben. Das ist das, was uns inzwischen alle eint, dass wir ein verdammt schlechtes Gewissen haben müssen gegenüber denjenigen, die alles getan haben: einmal geimpft, zweimal geimpft, geboostert, die immer noch vorsichtig sind aus Rücksichtnahme auf die Nicht-Geimpften, und jetzt müssen wir uns bitte mal liebevoll um die Nicht-Geimpften kümmern. Nach Lage der Dinge geht das nur mit der Impfpflicht." 

 

Wüst weiter: "Nochmal: Es geht darum, auch mal den Geimpften und denen, die alles machen, zu zeigen: Wir lassen das nicht weiter zu, dass Menschen ihre individuelle Freiheit über die Freiheit der gesamten Gesellschaft stellen. Jetzt kümmern wir uns um die Nicht-Geimpften und führen eine Impfpflicht ein. Jetzt sind die anderen dran, die sich bisher geweigert haben.“

 

Omikron, nachlassender Impfschutz, dauerndes Boostern, der Ausstieg anderer Länder aus der Pandemie - all das spielt keine Rolle. Es geht um Gut und Böse, um "die" und "wir". Je mehr die Argumente ausgehen, desto tiefer die psychologische Regression, desto brachialer die Rhetorik. Müssten Herr Wüst und seine Kollegen nicht eher ein schlechtes Gewissen haben, dass sie den Impfwilligen immer noch einen experimentellen Impfstoff einreden, der gegen Omikron nichts mehr nützt und bei immer mehr Menschen unübersehbare und auch schwerwiegende Nebenwirkungen hervorruft? 

 

Die Befürworter-Politik hat sich verrannt und reitet sich von Tag zu Tag tiefer in ihr Schlamassel herein. Je mehr sie das tut, umso deutlicher wird, dass sie damit nicht gewinnen wird. 

 

[1] Minute 27 ff.  

 

 

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