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Aspekte des Corona-Denkens

[Christoph Hueck:] Eine Gegenüberstellung verschiedener Aspekte des Corona-Denkens. 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Elke Walker (Dienstag, 20 Oktober 2020 18:19)

    Sehr geehrter Herr Hueck,
    zu Ihrer Gegenüberstellung möchte ich bemerken, dass ich in der Realität die Trennlinie zwischen Befürwortung und Skepsis wenig erkennen kann. Man kann doch selbst entscheiden, wie und wo man sich informiert, welche Ansichten und Überzeugungen man zu dem Thema gewinnt, wie weit man Vorsicht walten lässt oder eher Infektionsrisiken eingeht, und ob man sich später gegebenenfalls impfen lässt oder nicht.
    Der Vorwurf der Bevormundung und diese Polarisierung in Befürworter und Skeptiker kommt mir persönlich vornehmlich von anthroposophischer Seite entgegen. Die meisten anderen Menschen in meiner Umgebung bilden sich durchaus selbstbestimmt eine eigene Meinung und verhalten sich entsprechend ihrem Naturell und oft auch ihrer Krankheitsgeschichte eher vorsichtig, ängstlich oder eher Risiko bereit. Ich selbst teile durchaus die Ideale der Skeptiker, befürworte aber dennoch aus Gründen von eigenem Vernunftverständnis und persönlichen Erfahrungen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Auf welche Seite gehöre ich nun?
    Als Angehöriger einer Arzt-Familie fehlt mir bei all Ihren Betrachtungen auch der Blick auf das medizinische Personal, das ja letztlich das unvorsichtige und oft wirklich unvernünftige Verhalten von Skeptikern ausbaden muss, egal auf welcher "Seite" der Betreuende selbst steht. Wer auf Seiten der Skeptiker schreibt oder spricht über Ärzte und Pflegekräfte, die chronisch unterbesetzt durchaus 24 Stunden am Stück mit Masken arbeiten müssen, wenn viele infizierte Schwerkranke anfallen!? Wer berichtet über Erkrankungen in diesem Milieu und wie es ihnen jetzt geht? Wer von dieser Seite spricht über Folgeschäden von Corona, die auch bei leichten Erkrankungen auftreten und weitere langwierige Behandlungen nach sich ziehen können?
    Über diese Dinge wird eher in den "Mainstream-Medien" berichtet, denen dann Panikmache und Gleichschaltung unterstellt wird!
    Vielleicht liegt aber die Wahrheit in der Mitte - und es sollte jede Seite das dazu beitragen, was sie tatsächlich gut kann - im Sinne einer Integrativen Medizin, die ja auch die Schulmedizin nicht verteufelt sondern sie um Wertvolles ergänzt!
    Und es sollte auch jeder Einzelne sein eigenes Verhalten unter dem Aspekt der Solidarität mit sämtlichen verschieden gearteten Bevölkerungs- und Berufskreisen überdenken und nicht nur aus einem Schlagwort-Ideal von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit heraus argumentieren, in dem einem vor allem Menschen gleicher Gesinnung und Einstellung wie man sie selbst hat, vor Augen stehen. Man sollte auch nicht der anderen Seite grundsätzlich negative Beweggründe unterstellen - es gibt bestimmt viele Menschen in verantwortlicher Position, die es einfach nur gut meinen und um den richtigen Weg ringen. Wie schwierig es ist, alle und alles im Auge zu behalten, kann man sicher erst beurteilen, wenn man sich in entsprechender Position befindet.
    Vielen Dank für Ihre Arbeit, Ihr Engagement, lieber Her Hueck, Sie tragen sicher Wertvolles zum Ganzen bei, aber bitte schätzen Sie auch die Arbeit der Anderen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Elke Walker