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Das menschliche Immunsystem und eine wirklichkeitsgemäße Beurteilung der Pandemie

[Andreas Neider:]  Während sich die Mainstreammedien vorwiegend mit der Frage, ob und wann die Gesichtsmasken zu tragen sind, beschäftigen und nach wie vor fixiert auf sogenannte Neuinfektionen und auf die täglichen Zahlen des RKI und der Johns-Hopkins-University starren, gibt es daneben beinahe unbemerkt sowohl in einigen der Mainstreammedien wie vor allem auch in den Corona-kritischen Medien zunehmend deutlichere Hinweise darauf, dass sich im Laufe dieser Pandemie eine deutlich wahrnehmbare Hintergrund-Immunität ausgebildet hat. Dazu lese man die unten angegebenen fünf außerordentlich aufschlussreichen Beiträge zur Immunitätsthematik und zur derzeitigen die Realität verschleiernden Teststrategie, auf deren Hintergrund der nachfolgende Beitrag entstanden ist.[1]

Zu Beginn der Corona Pandemie und zum Teil auch heute noch war und ist immer die Rede von einem „neuartigen“ Virus, dessen unangenehmste Eigenschaft es sei, dem Immunsystem aufgrund seiner Neuheit unbekannt zu sein. Deshalb schienen die extremen Maßnahmen zur Einschränkung der Freiheiten gerechtfertigt. Das stellt sich jedoch nun als unrichtig heraus, denn immer mehr Untersuchungen weisen eine bestehende Immunität durch frühere Infektionen mit den Erkältungs-Corona-Viren nach.[2]

Vor diesem Hintergrund lässt sich nun auch das mittlerweile deutlich veränderte Infektionsgeschehen, das sich hinter den aktuell vom RKI verbreiteten Zahlen verbirgt, durchaus erklären, es sei denn es ließen sich auch noch andere Erklärungen dafür finden.

Denn Fakt ist erstens, dass die Positivrate bei den PCR-Tests inzwischen unter 1% gesunken ist, während sie noch im April bei 9% lag. Dadurch aber liegen die jetzigen positiven Testergebnisse auf der Höhe der bekannten Fehlerquote des PCR-Tests oder sogar noch darunter und sagen somit kaum noch Verlässliches über ein reales Infektionsgeschehen aus, insbesondere dann, wenn es sich um symptomfreie Positive handelt.[3]

Sprich hinter den momentanen sogenannten „Neuinfektionen“ verbergen sich mit dieser Prozentrate an Positivtests fast ausschließlich falsch Positivergebnisse, also kaum mehr tatsächliche Infektionen.[4] Dabei ist aber vor allem zu berücksichtigen, dass die Zahl der Tests seit Mitte Juni von 326.000 auf inzwischen 672.000 faktisch verdoppelt worden ist. Dabei ist natürlich klar: je mehr Tests, desto mehr ansonsten unerkannt bleibende Fälle werden registriert. An der Prozentzahl der in der Nähe der Fehlerquote liegenden vermeintlich Infizierten ändert das jedoch nichts.[5]

Paul Schreyer schreibt auf multipolar aktuell dazu das Folgende:

„In der politischen und medialen Öffentlichkeit ist eine gefährliche Massen(selbst)täuschung in doppelter Ausprägung zu beobachten. Zum einen beteiligen sich Gesundheitsministerium und Robert Koch-Institut (RKI), deren Fachleuten die genannten Fakten fraglos bekannt sind, mit der aus dem Kontext gerissenen Betonung „steigender Fallzahlen“ mutmaßlich vorsätzlich an einer groben Täuschung der Öffentlichkeit. Zum anderen agieren große Medien, offenbar unfähig oder unkritisch genug, die Täuschung zu erkennen oder erkennen zu wollen, als Wirkverstärker.

Im Ergebnis ist eine gefährliche Blase entstanden, in der Regierung und Medien gemeinsam gefangen sind und sich wechselseitig bestätigen: Staatliche Stellen warnen die Öffentlichkeit auf unzureichender oder falscher Grundlage und vertrauen den eigenen Fehlschlüssen umso mehr, wenn sie anschließend in der Zeitung davon lesen.“[6]

Zweitens haben wir es inzwischen mit deutlich weniger schweren Verläufen von COVID-19 zu tun, da die jetzt Infizierten im Durchschnitt offensichtlich jünger sind als zu Beginn der Pandemie. Auch darüber erfährt man in den Mainstreammedien nichts. Wohl auch deshalb ist auch die Sterblichkeitsrate inzwischen deutlich abgesunken. Starben zu Beginn der Pandemie im April 2020 knapp 5% der Infizierten, so waren es im Juli und August nur noch 0,75%.[7]

Diese sinkenden Zahlen, die praktisch nirgends wahrgenommen, geschweige denn öffentlich kommuniziert werden, deuten nun aber auf die oben erwähnte sogenannte Hintergrundimmunität hin.

Die beständige Rede von den sogenannten Antikörpern lenkt dabei auch noch zusätzlich von dem eigentlich entscheidenden Zusammenhang ab. So zeigen entsprechende Fallberichte, dass das Immunsystem auch ohne Antikörper in der Lage sein kann, Sars-CoV-2 erfolgreich zu bekämpfen.[8]

Denn es gibt neben den Antikörpern eine jedem menschlichen Körper angeborenen Immunität, die auch ohne Antikörper in der Lage ist, mit einem Virus fertig zu werden. Dies ist die schnellste, effektivste und den Körper am wenigsten belastende Erregerabwehr. Die Antikörper brauchen dann gar nicht erst eingesetzt zu werden.

Diese jedem Menschen eigene, individuell ausgebildete Immunität besteht kurz gesagt aus zwei Faktoren:

  • Den T-Zellen, die in Form sogenannter T-Killerzellen infizierte Zellen abtöten oder als T-Helferzellen weitere Abwehrreaktionen koordinieren sowie
  • den B-Zellen, deren Aufgabe es ist, die Antikörper zu produzieren. Die wohl wichtigsten, neutralisierenden Antikörper setzen sich auf die Oberfläche der Viren und verhindern, dass diese in Zellen eindringen können.

Wichtig sind im Hinblick auf die Immunabwehr besonders die T-Zellen. Wird ein Virus bereits durch diese T-Zellen beim Eintritt erfolgreich bekämpft, erübrigt sich jede weitere Gegenmaßnahme. Dabei zeigt sich: Je fitter das Immunsystem ist, desto weniger “Klimmzüge” sind nötig, um mit einer Infektion fertig zu werden.

Dabei kommt nun die sogenannte „Kreuzimmunität“ zum Zuge, die darin besteht, dass eben jene T-Zellen eine Art Immunitätsgedächtnis darstellen. Denn unser Körper lernt mit Hilfe dieser Zellen, die wie eine Art Körpergedächtnis funktionieren, genauso, wie wir als bewusster Mensch lernen. Auch unser normales Bewusstsein beruht ja zu großen Teilen auf unserem Gedächtnis und bildet dadurch Identität, das heißt unser „Ich“ aus. Zu diesem „Ich“ aber gehört als „Ich-Organisation“[9] auch das Körpergedächtnis der T-Zellen. Diese „erinnern“ sich bei der Auseinandersetzung mit den Viren an bereits zuvor erkannte, mitunter sehr ähnliche erscheinende Viren.

Zu diesen gehören eben auch die Corona-Viren, zu denen SARS-COV2 gehört. Dieses Virus zeigt zwar einige neue Mutanten im Bereich der Spikes, ist aber insofern nicht neu, da es zu den früheren Corona-Viren mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede aufweist. SARS-COV2 ähnelt also den bekannten, mit jeder Grippe- oder Erkältungswelle einhergehenden Corona-Viren. Daher reagieren die T-Zellen aufgrund ihres Gedächtnisses bei der Auseinandersetzung mit SARS-COV2 und bilden somit einen Schutz aus, indem sie SARS-COV2 als Corona-Virus identifizieren und es entsprechend sonstigen Erkältungs- oder Grippeerkrankungen abwehren.

Die oben erwähnten deutlich abnehmenden Zahlen – weniger positive Tests und weniger Sterbefälle als noch zu Beginn der Pandemie – könnten also auf dieser in der Bevölkerung  vorhandenen Kreuzimmunität beruhen.

Hierzu lässt sich zumindest die Frage stellen, ob diese über eine Kreuzimmunität verfügenden Menschen sehr wohl mit dem Virus infiziert waren, jedoch ohne es zu bemerken. Wobei in diesem Fall das angeborene Immunsystem den Viren den Garaus gemacht hätte, bevor sich Virenlasten und damit deutlichere Symptome entwickeln konnten – diese Menschen wären sozusagen nur kurzzeitig stärker “besiedelt” gewesen.[10] Dieser Fragestellung sollte von medizinisch-wissenschaftlicher Seite unbedingt weiter nachgegangen werden.

Die nach wie vor von den Mainstream-Medien und der Politik in der oben angesprochenen „Blase“ angefachte Panik dagegen entspricht weder der Realität des eigentlichen Infektionsgeschehens noch ist sie der Bevölkerung hilfreich. Im Gegenteil, dadurch wird nach wie vor Desinformation und Angst verbreitet. Stattdessen ginge es auf dem Hintergrund des hier Dargestellten vielmehr darum, der Bevölkerung Mut zu machen und auf die sich mehr und mehr entwickelnde Hintergrund- bzw. Kreuzimmunität hinzuweisen,[11] die letztlich auch ein Ausdruck der „Ich-Organisation“ des Menschen ist.

Statt einer permanenten Schwächung des „Ich“, müsste es in der Corona-Krise eigentlich um eine Stärkung des Ich gehen, sowohl auf der körperlichen Ebene der Ausbildung von Immunität[12] wie auch auf der seelisch-geistigen Ebene bei der Ausbildung eines wirklichkeitsgemäßen Denkens, Urteilens und Handelns.

 

Andreas Neider

 

 


[2] Siehe dazu die unter Anm. 1 genannten Berichte.

[3] Sie dazu auch den Blogbeitrag von Christoph Hueck vom 14.8. 2020.

[4] Dabei kann die Fehlerquote des PCR-Tests durchaus auch noch höher liegen. So geht das deutsche Ärzteblatt in einem Bericht von einer höheren Fehlerquote von bis zu 5% aus und ergänzt dazu: „Bei Angaben zu Sensitivität und Spezifität der in Deutschland verwendeten PCR-Tests halten sich sowohl das Robert Koch-Institut als auch das nationale Konsiliarlabor am Institut für Virologie der Charité bedeckt. Die oft zitierte, nahezu 100-prozentige Sensitivität unter Laborbedingungen dürfte in der Praxis nie erreicht werden.“ https://www.aerzteblatt.de/archiv/214370/PCR-Tests-auf-SARS-CoV-2-Ergebnisse-richtig-interpretieren

[7] Laut Statista starben zwischen dem 27. März und dem 27. April von 108.000 Infizierten 5700 Menschen, das sind knapp 5%, während zwischen dem 11. Juli und dem 11. August von 20.000 Infizierten nur 150 Menschen gestorben sind, das entspricht etwa  0,75%.

[9] Als „Ich-Organisation“ bezeichnet Rudolf Steiner den leiblich-physischen Ausdruck des geistigen Wesenskerns des Menschen, seines „Ich“. Vgl. dazu https://anthrowiki.at/Ich-Tr%C3%A4ger

[11] Darauf verweist vor allem die oben in Anmerkung 1 in dem Artikel der DWN zitierte Tübinger Studie zur Hintergrundimmunität gegen COVID-19. Vgl. dazu auch den Bericht von Dr. Peter F. Mayer: https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-lokales/deutsche-studie-findet-bei-81-prozent-immunitaet-gegen-sars-cov-2-durch-andere-coronaviren_a4172766

[12] Bekanntlich lässt sich die Immunabwehr durch eine gesunde Lebensweise und seelische Hygiene von Kindheit an unterstützen und stärken. 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Andreas Neider (Montag, 24 August 2020 07:10)

    Wir bitten nochmals herzlich darum, Ihre Kommentare nur unter Ihrem echten Namen abzusenden.
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